Weltcup Albstadt: Sieg für Laura Stigger in der U23

Ronja Eibls faszinierende Aufholjagd

Die U23 Damen boten dem Publikum in Albstadt ein hoch spannendes Rennen. Die Deutsche U23-Meisterin Ronja Eibl aus Grosselfingen startete von Position fünf eine tolle Aufholjagd, die nur 14 Sekunden hinter Junioren-Weltmeisterin Laura Stigger (1:27:24) auf Rang zwei endete. Platz drei ging an die US-Amerikanerin Haley Batten (+0:27) und vierte wurde überraschend mit der Laichingerin Nina Benz eine weitere Deutsche.

Eine ganze Zeit lang sah es so aus als würden Haley Batten und Laura Stigger das Rennen unter sich ausmachen. Es lag bereits eine Minute zwischen dem Duo und einem Verfolgertrio, das aus der Schweizerin Nicole Koller, Ronja Eibl und überraschend auch aus Nina Benz bestand.

Nachdem Ronja Eibl Probleme mit ihrer Schaltung („einmal nur im Leerlauf“) hatte und dann auch noch einmal die Kette wieder neu auflegen musste, konnte Benz sich von Koller absetzen und fuhr an dritter Stelle.

Doch zwei Runden vor Schluss kam Ronja Eibl dann richtig in Tritt. Die 1:23 Minuten Rückstand auf Stigger wurden weniger und weniger. Sie passierte die mit Krämpfen kämpfende Koller, holte Benz ein und machte sich unter dem Jubel des heimischen Publikums auf die Jagd nach Haley Batten, die inzwischen den Kontakt zur Österreicherin verloren hatte.

In der Schlussrunde holte sie Batten ein und der Rückstand auf Stigger betrug vor dem letzten Anstieg noch 20 Sekunden.

„Ronja war unglaublich stark“, sollte Stigger nach dem Rennen sagen. „Ich musste brutal kämpfen.“ Sie tat das aber erfolgreich und feierte im ersten U23-Weltcuprennen ihrer Karriere gleich den ersten Sieg. „Das ist natürlich mega“, freute sich Stigger nach einem Rennen auf schweren, klebrigem Boden.

Ronja Eibl wusste nicht gleich ob sie ihr bestes Weltcup-Resultat als Erfolg feiern sollte. Auf der Zielgerade ließ sie sich aber von ihrem Publikum ausgiebig feiern.

„Ohne meine Probleme wäre vielleicht sogar der Sieg drin gewesen“, meinte Eibl. Zu den Problemen gehörte auch ein Sturz vor ihr in der Startphase und ein weiterer, selbstverschuldete in einer rutschigen Streckenpassage.

„Aber es ist natürlich toll vor heimischem Publikum trotzdem auf dem Podest zu stehen“, erklärte Ronja Eibl.

Nach den Frühjahrsergebnissen war es zwar noch überraschend, aber doch nicht völlig verblüffend, dass mit Nina Benz eine zweite Deutsche vorne mitmischen konnte.

„Ich habe mich am Anfang bewusst zurückgehalten“, erklärte Nina Benz, „und wollte schauen, dass ich erst im zweiten Anstieg Plätze gut mache.“ Das gelang ihr offenbar sehr gut und in der dritten Runde fand sie Anschluss an die Verfolgergruppe.

„Als Ronja von hinten kam, konnte ich nicht mitgehen, ich habe mich auf mich fokussiert. Ich freue mich riesig über Platz vier“, meinte Benz zu ihrem bei weitem besten Weltcup-Resultat.

Das starke deutsche Ergebnis rundete Kim Ames aus Hirzweiler ab. Sie belegte mit 6:23 Minuten Differenz Rang 14.

„Mit Nummer 52, was soll ich sagen. Ich bin hochzufrieden und habe es einfach genossen meinen ersten Weltcup zu fahren“, erklärte Ames

2*2,8 Kilometer +4*4,2 Kilometer = 22,4

Ergebnisse

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