Fullgaz Race XCC: Egger gewinnt sein Heimspiel

Damen: Anne Terpstra in Krumbach die schnellste Frau

Zum Auftakt des siebten Fullgaz Race haben Anne Terpstra und Georg Egger in Krumbach den Short Track-Wettbewerb gewonnen. Die Niederländerin siegte vor vielen Zuschauern auf dem Innnenstadt-Kurs vor Kim Ames und der Französin Perrine Clauzel. Bei den Herren gewann Mit-Organisator Egger sein Heimrennen vor Luca Schwarzbauer und Niklas Schehl.

 

Der Deutsche Vize-Meister Georg Egger (Lexware Mountainbike Team) ließ einen Tag nach seinem 24. Geburtstag nichts anbrennen. Zu Beginn hatten auf den 20 Runden erst mal sein Lexware-Teamgenosse Lars Hemmerling und dann auch Niklas Schehl vom Team Bulls die Nase vorn.

Egger übernahm in der dritten Runde die Führung. „Ich bin dann mal ein paar Kurven ein bisschen schneller gefahren und hatte gleich eine Lücke“, erklärte Egger wie es zu seinem langen Solo kam.

Hinter ihm hatte Lars Hemmerling nicht folgen können und Niklas Schehl kam in dem Moment nicht vorbei.

Der Braunsbacher kämpfte dann mit Luca Schwarzbauer um die zweite Position. Der Lexware-Fahrer wollte Schehl natürlich nicht an seinen Teamkollegen heran führen und mache keine Führungsarbeit. Schehl griff zweimal an, doch Schwarzbauer parierte und lancierte dann in der achten Runde selbst.

Der Nürtinger riss auch eine Lücke, kam aber an Egger nicht heran. Stattdessen fiel ihm einmal die Kette herunter, so dass Schehl wieder an die zweite Position rückte.

Schwarzbauer gab nicht auf, schloss die sechs Sekunden Differenz und konnte in der Schlussrunde vor einer Treppenpassage den entscheidenden Angriff starten. 30 Sekunden hinter Georg Egger belegte er Rang zwei vor Niklas Schehl.

Auf die Plätze vier und fünf und damit in die Weltranglistenpunkte des C3 dotierten Rennens, kamen der Franzose Rémy Duquesne und Lars Hemmerling.

Schwarzbauer attackiert an der richtigen Stelle

Georg Egger, der die Glocke zur letzten Runde nicht gehört hatte, fuhr zur Vorsicht noch eine Runde durch. Dem Heimpublikum wird’s gefallen haben

„Ich habe gesehen, dass Luca näher kommt, aber ich dachte, entweder schafft er es oder nicht. Ich hatte gute Beine und hoffe, dass ich morgen auch noch frisch bin“, kommentierte Egger seinen Erfolg.

 

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Sieger Georg Egger und seine jungen Fans ©Erhard Goller

Luca Schwarzbauer meinte zu seinem zweiten Rang:  „Ich bin am Start nicht ins Pedal eingeklickt, deshalb musste ich erst mal nach vorne fahren und Georg hat attackiert, als ich grade vorne angekommen bin. Gegen Niklas wusste ich, dass ich vor den Treppen vorne sein muss, weil ich mit dem Fully da Vorteile hatte. Ich habe nicht so gut Luft bekommen, aber die Beine waren gut.“

Niklas Schehl sah sich der Überzahl der Lexware-Fahrer gegenüber, war mit seinem dritten Platz aber durchaus zufrieden. „Die haben Teamtaktik gespielt, aber das kann man ihnen nicht verübeln. Ich habe es zweimal versucht weg zu kommen, konnte Luca aber nicht abhängen. Insgesamt fühle ich mich gut, weiter als voriges Jahr um diese Zeit“, so Schehl.

 

Damen: Terpstra wartet ab

Die Damen taktierten zuvor etwas länger als die Herren. Sie verschleppten auf den ersten acht von 15 Runden eher das Tempo. Es war U23-Vizemeisterin Kim Ames aus Hirzweiler ergriff als Erste die Initiative.

„Ich wollte einfach sehen ob jemand mitgeht“, erklärte Ames, wie sie sich vier, fünf Sekunden Vorsprung herausfahren konnte. „Aber ich habe dann gemerkt, dass ich das Tempo nicht durchhalten kann.“

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Antonia Daubermann, Anne Terpstra, Kim Ames und Lia Schrievers ©Erhard Goller

So schloss Anne Terpstra auf und ging vorbei. Die Niederländische Meisterin machte gleich ernst und riss die entscheidende Lücke. Ames positionierte sich an zweiter Stelle und dahinter schien Antonia Daubermann aus Gessertshausen den dritten Platz auf dem Podest sicher zu haben.

Doch die U23-Fahrerin machte in der Schlussrunde in einer Abfahrt einen Fehler, blieb mit dem Lenker im Geländer hängen und gab so Ex-U23-Europameisterin Perrine Clauzel aus Frankreich die Gelegenheit aufzuschließen.

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Anne Terpstra und Antonia Daubermann ©Erhard Goller

Die nutzte dann in einer Treppenpassage ganz frech ihre letzte Chance, ging an Daubermann vorbei und freute sich über Rang drei. „Hat Spaß gemacht“, strahlte Clauzel.

Terpstra: Atmosphäre war toll

Das unterstrich auch Anne Terpstra. „Die haben hier echt mitten in der Stadt eine coole Strecke gemacht, das hat echt Spaß gemacht. Es hatte viele Zuschauer und die Atmosphäre war toll. Ich finde es klasse, dass die hier so was machen“, meinte Terpstra. „Ich wollte wegen dem Rennen morgen nicht so sehr aufs Tempo drücken und habe mit der Attacke gerechnet.“

Kim Ames konnte sich über ihren zweiten Platz freuen. Dabei stand ihr Start noch auf der Kippe, wie die Saarländerin verriet. „Ich bin am Mittwoch vom Trainingslager auf Zypern zurückgekommen und mein Bike wurde beim Flug demoliert. Tom Wickles von Ghost hat mir einen neuen Rahmen mitgebracht und Dirk Hemmerling von meinem Verein hat es mir hier aufgebaut. Großes Dankeschön an die beiden“, erklärte Ames. „Das Rennen hat unglaublich Spaß gemacht.“

Antonia Daubermann (Global Fine Art-Stevens) ärgerte sich über ihren Fehler. „Ich wusste gar nicht, dass Perrine so nah hinter mir ist und die hat das dreist genutzt. Ich hätte aber am Anfang auch nicht so viel Führung fahren dürfen“, meinte sie selbstkritisch, „schon als Kim vorbei ist, war das eine Unachtsamkeit von mir.“

Ergebnisse

 

 

 

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