Sella Ronda Hero: Sechster Sieg für Paez

Sascha Weber nach frühem Defekt noch Neunter

Beim BMW Sella Ronda Hero in Wolkenstein hat der WM-Dritte Leonardo Paez seine aktuell starke Form erneut unter Beweis gestellt und die 86 Kilometer lange Distanz zum sechsten Mal gewonnen. Der Kolumbianer siegte mit 4:02 Minuten Vorsprung auf den Schweizer Urs Huber und 4:39 Minuten vor Diego Alfonso Arias Cuevo, während Sascha Weber das Rennen der UCI Marathon Serie auf Rang neun beendete (+12:31). Bei den Damen gewann über 60 Kilometer die Italienerin Mara Fumagalli.

 

Leonardo Paez entwischte der Konkurrenz bereits im ersten, gut fünf Kilometer langen Anstieg. Er sei auf rutschigen Untergrund einmal eine andere Linie gefahren, hätte ein paar Meter gehabt und den Vorsprung dann gehalten. „Geplant war das nicht“, wird Paez in einer Pressemitteilung des Veranstalters zitiert.

Die paar Meter waren letztlich aber wohl nicht entscheidend. Der Alpentour-Trophy-Sieger aus der vergangenen Woche vergrößerte den Abstand schließlich deutlich.

„Ich wollte die Abfahrt vom Grödner Joch in Ruhe angehen“, erklärte Paez, „und das ist mir gelungen. Auf der Abfahrt vom Mahlknechtjoch war ich dann aber zu leichtsinnig und bin in einer Kurve ausgerutscht.“ Abschürfungen an Arm und Bein waren die Folge, aber das konnte Paez verschmerzen.

 

Hinter ihm kämpften bis zum Anstieg zum Pordoi bei Kilometer 34 fünf Fahrer um den zweiten Platz. Oben waren es nur noch Urs Huber (Team Bulls) und Diego Arias Cuevo (Mabe ASD). Nach dem nächsten Anstieg nach Doron war Huber alleine.

Der Schweizer Meister ließ sich den zweiten Platz nicht mehr nehmen, während hinter ihm Samuele Porro (Trek Selle-San Marco) den zweiten Kolumbianer eingeholt hatte.

Doch Arias Cuevo gelang es Porro noch mal hinter sich zu lassen und Rang drei zu erobern.

Für Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain) nahm das Rennen bereits auf den ersten zehn Kilometern einen unerfreulichen Verlauf. Weber holte sich einen Reifendefekt und nachdem er den ersten Anstieg zum Dantercepies an elfter Stelle hinter sich gebracht hatte, wurde der Wahl-Freiburger nach 24 Kilometern nur mit fast sieben Minuten Rückstand nur noch an 28. Stelle gemessen.

Bis zum Passo Pordoi bei Kilometer 47 lag er dann bereits an 13. Position und in Duron dann schon an achter Stelle.

Der Italiener Johnny Cattaneo, der zwischenzeitlich noch weiter hinten lag als Weber, kam noch von hinten und schnappte Weber diese Position wieder weg, so dass es am Ende Rang neun wurde.

„Wer hat gesagt, dass es einfach werden würde? Letztlich bin ich super stolz, dass ich mich auf den neunten Platz gekämpft habe, nach den Problemen am Anfang“, postete Weber auf Instagram.

Markus Kaufmann (Texpa-Simplon) belegte Rang 14 (+16:46). Zwischenzeitlich lag der Deutsche Vize-Meister mal auf Position elf, doch auf dem Weg zum Pordoi wurde er auf Position 18 zurückgeworfen. „Das Ergebnis stellt mich nicht zufrieden“, postete er auf Facebook.

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Mara Fumagalli im Konfetti-Regen ©Wisthaler.com

Damen: Spitzentrio bleibt lange zusammen

Bei den Damen war über die 60 Kilometer (Distanz, die als UCI Marathon Serie gewertet wurde) eine dreiköpfige Spitzengruppe bis nach dem Pordoi noch gemeinsam unterwegs. Im Anstieg zum Sella fiel die Entscheidung.

Die Italienische Meisterin Mara Fumagalli (ASD Evolution Team) konnte die Finnin Sini Alusniemi (Augment Sports) und Katazina Sosna aus Litauen (Torpado-Südtirol) entscheidend zurücklassen. Im Ziel waren es nach 3:54 Stunden aber lediglich 1:25 Minuten, die Fumagalli gegenüber Alusniemi an Vorsprung aufwies. Sosna hatte 2:29 Minuten Rückstand.

Katrin Schwing (KS Trek) belegte als beste Deutsche Rang 15 (+41:55), während Paulina Wörz (Auto Brosch Kempten) aus Oy-Mittelberg Rang 17 (+45:57) belegte.

Ergebnisse

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