Weltcup Albstadt: Mathieu van der Poel siegt

Short Track Herren: Pech mit der Schaltung warf Nino Schurter gleich zu Beginn aus dem Rennen

Mathieu van der Poel hat in Albstadt beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup die Premiere des Short Track gewonnen. Van der Poel siegte nach einem aufregenden Rennen souverän vor Sam Gaze und Mathias Flückiger.

 

Das Rennen der Herren begann mit großem Pech für einen Mitfavoriten. Weltmeister Nino Schurter hatte gleich auf der Startgeraden Probleme mit der Schaltung, bzw. der Kette und verlor den Anschluss. Damit hatte er im 25-minütigen Rennen keine Chance mehr. Er quittierte das Geschehen in der fünften Runde.

An der Spitze war es Mathieu van der Poel (NED), der am häufigsten das Tempo bestimmte. Einmal gelang es ihm und Florian Vogel (SUI) zu entkommen, doch das war nach der Hälfte der Distanz etwas zu früh.

Es war Manuel Fumic (Kirchheim/T.), der einzige Deutsche im Rennen, der die Lücke für die Verfolger schließen konnte. Doch kaum, dass das gelungen war, hatte Fumic ebenfalls ein Problem mit der Kette. „Sie ist mir runter gerutscht und ich frage mich, wie das passieren konnte. Das ist ein völlig sicheres System“, sollte Fumic nachher sagen. „Ich überlege mir grade, ob mir vielleicht irgend jemand hinten rein gefahren ist.“

Fumic musste vom Rad und verlor den Anschluss. Am Ende reichte es nur zu Platz 17. „Das ärgert mich ziemlich. Ich habe mich gut gefühlt und ich kann solche Short Races. Ich finde das Format richtig, das ist echt super.“

So war Fumic also aus dem Geschäft um einen Podestplatz. Drei Runden vor Schluss hatte Mathieu van der Poel eine Lücke. „Plötzlich“, wie er sagte. „Ich habe versucht es bis ins Ziel durchzuziehen und bin wirklich glücklich, dass ich es geschafft habe. Das ist ein hartes Rennformat und es kam mir mit meinem Kahnbeinbruch auch entgegen. Im Rennen hast du so viel Adrenalin, dass du den Schmerz vergessen kannst. Ich hoffe, bis Sonntag wird es noch besser mit dem Schmerz.“

 

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Hinter ihm kam es zum Kampf um Rang zwei. Mathias Flückiger wollte als Erster in den Singletrail, doch Sam Gaze kam ihm zuvor. Der Neuseeländer zog durch und ließ sich auch auf der Zielgeraden Rang zwei nicht mehr nehmen.

„Mathieu war zu stark, aber ich bin glücklich über ein gutes Rennen. Das zeigt, mein Training in den vergangenen vier Wochen hat funktioniert“, sagte Gaze, der drei Sekunden hinter van der Poel das Ziel passierte.

Mathias Flückiger strahlte über seinen Podestrang.

„Dass ich hier auf dem Podest stehe, das hätte wohl auf dem ganzen Event hier niemand geglaubt“, sagt Mathias Flückiger im Ziel mit einem Grinsen. „Ich auch nicht.“

Dabei hat das Rennen für ihn sogar denkbar schlecht begonnen. Er wurde in der ersten Runde von einem Konkurrenten „abgeschossen“, so dass er sich erst mal an 30. Position wiederfand:

„Ich musste dann drei Runden voll überziehen“, erklärt Flückiger, wie er sich wieder nach vorne arbeitet und in der Schlussrunde plötzlich – erfolgreich – um das Podest kämpfte.

 

Ergebnisse

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