Swiss Bike Cup Andermatt: Aldridge macht’s im Sprint-Finish

Junioren: Thore Hemmerling auf Rang 18 bester Deutscher

Im Rennen der UCI Junior Serie in Andermatt ist der Brite Charlie Aldridge seiner Favoriten-Stellung gerecht geworden. In einem Sprint-Finish verwies er beim Proffix Swiss Bike Cup den Italiener Andrea Colombo auf Rang zwei, während der Mexikaner Adair Gutierrez Prieto mit 44 Sekunden Rückstand Dritter wurde. Für Thore Hemmerling bedeutete der 18. Platz eine zweite B-Norm für EM und WM.

 

Charlie Aldridge lag bereits alleine in Führung, bevor er vom Italiener Andrea Colombo Gesellschaft bekam. „Ich habe versuche mein konstantes Tempo zu fahren“, erklärte Aldridge. Eine erneute kleine Lücke ging ihm in der Schlussrunde noch mal verloren, als er an einer Brücke einen harmlosen Sturz produzierte, doch im Finish zeigte sich der Weltranglistenerste aus Schottland als Herr der Lage und verwies Colombo auf Platz zwei.

Aus deutscher Sicht war das Rennen auch im Blick auf die EM- und WM-Nominierung interessant. Andermatt war die letzte Gelegenheit zur Erfüllung eines Kriteriums für die internationalen Meisterschaften.

Markus Eydt (Stevens MTB Racing), der dieses Kapitel bereits erledigt hatte, litt im Rennen unter den Nachwirkungen eines Trainingssturzes, bei dem er sich am Arm verletzt hatte. Teilweise nahm er ihn im Rennen vom Lenker. So fiel er von Rang 13 nach einer Runde noch auf Platz 19 (+3:47).

Hemmerling mit guten Beinen zur B-Norm

Thore Hemmerling (Lexware) holte dagegen mit seinem 18. Platz (+3:20) nach, was ihm durch eine defekte Bremse bei der DM in Wombach versagt blieb. Für ihn als Vertreter des jüngeren Jahrgangs bedeutete das Top-20-Ergebnis eine zweite B-Norm.

Aus einer Startposition jenseits der 40 kam er gut ins Rennen. „Die Beine waren ziemlich gut, obwohl sie beim Warmfahren auf der Rolle noch dick waren“, erklärte Hemmerling.

In der dritten Runde wurde er erstmals in den Top 20 gesichtet. „Das habe ich versucht zu halten“, erklärte Hemmerling, der als 15. in die Schlussrunde ging. „In der dritten Runde habe ich es vielleicht ein bisschen übertrieben, so dass ich am Schluss noch drei Plätze verloren habe. Aber ich bin mit meinem Rennen zufrieden“, meinte der Saarländer.

Sein Teamkollege Louis Krauss verfehlte sein selbst gestecktes Ziel in die Punkte zu fahren (Top 25) um 42 Sekunden, er wurde 28. (+5:40).

„Wie kann man zufrieden sein, wenn man drei Plätze hinter den Punkten ins Ziel kommt“, stellte er eine rhetorische Frage. „Im Prinzip war es aber ganz gut, die Höhe habe ich ein bisschen gespürt, aber nicht gravierend.“

Effinger verbessert, Neff mit Brennen in der Lunge

Luca Effinger (Walcher Racing Team) zeigte sich nach seinen gesundheitlichen Problemen weiter verbessert und belegte Rang 37 (+6:53). Von Platz 31 nach drei Runden verlor er noch etwas an Boden, zeigte sich aber eher positiv überrascht.

„Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, aber ich spüre, es geht Woche für Woche besser. In den letzten zwei Runden hat mir noch die Kraft gefehlt“, so Effinger.

Junioren-Vizemeister Noah Neff (German Technology Racing) konnte sein Ziel eine zweite B-Norm einzufahren, nicht umsetzen. Er spürte in der Halbhöhen-Lage von 1400 Metern das typische Brennen in der Lunge. „Das habe ich so noch nicht gekannt. Ich habe versucht in der zweiten Runde raus zu nehmen und in der dritten Runde wieder Gas zu geben, aber dann ging es gleich wieder los“, so der Braunsbacher.

Interviews: Armin M. Küstenbrück

Ergebnisse

Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com