Costa Blanca Bike Race: Georg Egger gewinnt erste Etappe

Toller Einstand für das neue Speed Company Racing Team: Georg Egger, mit wechselnden Partnern Seriensieger beim Epic Israel, sorgte in Spanien für gleich beim ersten Auftritt im neuen Trikot für große Beachtung

„Die Berge sind hier krass steil!“, stöhnte Georg Egger erschöpft, aber glücklich im Ziel. 21 Sekunden hatte er auf den letzten fünf Kilometern der ersten Etappe des Costa Blanca Bike Race über 40 Kilometer und 1.760 Höhenmeter, mit Start an der Mittelmeerküste in Villa de Altea hinauf nach Callosa D’en Sarria, seinem polnischen Verfolger Krzysztof Lukasik (JBG2 CryoSpace) abgenommen. 1:46:01 Stunden benötigte der 26-Jährige aus Obergessertshausen für die erste der vier Etappen durch die Alicante: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert!“, freute sich der frischgebackene Teamchef über seinen ersten Erfolg im Jahr 2022.

Georg Egger / Speed Company Racing Photo: privat
Georg Egger / Speed Company Racing
Photo: privat

Hohes Tempo von Anfang an
Lukasik hatte schon früh attackiert, vor allem in den Anstiegen. „Der ist voll losgestochen“, zeigte sich Egger vom starken Antritt des 29-Jährigen aus Warschau beeindruckt. „Ich und einige andere konnten ihm aber folgen“, berichtete Egger. In der nächsten Abfahrt sei das Feld aber wieder zusammengelaufen. „Beim nächsten Anstieg war es dann das gleiche Spiel.“ Doch bald konnte sich eine dreiköpfige Gruppe absetzen, neben Egger und Lukasik schaffte auch der Spanier Francesco Guerra Carretero vom Team Scott-Calabandida den Sprung in die Führungsgruppe. Bei der einzigen Zwischenzeit der heutigen Etappen hatten die Drei gut zwanzig Sekunden Vorsprung auf eine rund siebenköpfige Verfolgergruppe, in der auch Eggers Teamkollege Lukas Baum zu finden war. Der hatte aber sichtlich Mühe, den Anschluss zu halten: „Ich musste immer wieder abreißen lassen“, zeigte sich Baum unzufrieden mit der eigenen Performance: „Es war von Anfang an zäh“, berichtete der in Lyon lebende ehemalige Deutsche U23-Meister: „Es fühlte sich an, als würde ich mit leicht angezogener Handbremse fahren.“

Lukas Baum / Speed Company Racing Photo: privat
Lukas Baum / Speed Company Racing
Photo: privat

Letzte Attacke erfolgreich
Gut fünf Kilometer vor dem Ziel, am letzten Anstieg, konnte sich Georg Egger mit einem beherzten Angriff von seinen beiden Begleitern lösen. Im Ziel hatte er dann 21 Sekunden Vorsprung auf Lukasik und 1:06 Minuten auf Guerra. Lukas Baum passierter als Achter die Ziellinie mit einem Rückstand von 4:34 Minuten. XCE-Weltmeister Simon Gegenheimer, durchaus auch als Marathon- und Etappenrennfahrer bekannt, benötigte 2:15:23 Stunden, also fast eine halbe Stunde länger als Egger.

Siegerin des Frauenrennens wurde die Norwegerin Hildegunn Gjertrud Hovdenak in einer Zeit in 2:16:58 Minuten, Platz Zwei ging an Solenne Billouin (2:17:57 h), Dritte wurde Greete Steinburg (2:21:29 h).

Respekt vor den Anstiegen
Morgen steht als zweite Etappe das Bergzeitfahren hinauf auf den Alto de Bernia über 17 Kilomter und 951 Höhenmeter auf dem Programm. Dabei sind die ersten zwölf Kilometer eher flach zum Warmfahren, ehe es dann zunächst wellig und zum Schluss steil drei Kilometer den berg hinauf geht. „Ich bin gespannt, wie es morgen weitergeht. Vor den megasteilen Bergen hier habe ich echt Respekt“, wagt Egger (k)einen Ausblick auf Freitag.

Ergebnisse

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