WM Lenzerheide: Favoritin Laura Stigger wiederholt Titelgewinn

Juniorinnen: Emma Eydt knackt die Top-Ten

Die Österreicherin Laura Stigger hat bei der Mountainbike-WM in Lenzerheide ihren Junioren-Titel verteidigt. Stigger holt sich zum zweiten Mal WM-Gold in 1:09:46 mit 3:03 Minuten Vorsprung auf die Tschechin Tereza Saskova und 3:37 Minuten vor Harriet Harnden (Gbr). Emma Eydt (Merchweiler) gelingt als Neunte (+6:26) ein beachtlicher Auftritt.

 

In Runde eins sieht man Leoni Fend (Peiting) als erste Deutsche den ersten Downhill herunter kommen. Die Bayerin liegt auf Position acht, während Emma Eydt (Stevens MTB Racing) an zwölfter Stelle rangiert.

Doch die Reihenfolge ändert sich rasch. Leonie Fend hat Probleme mit der Atmung, was sie später auf Rückenprobleme zurückführen sollte.

Emma Eydt übernimmt den achten Rang und kämpft in den folgenden Runde immer um diese Position. Bisweilen kommt sie bis auf zehn Sekunden an Platz sieben der Schweizerin Jaqueline Schneebeli heran, doch der Anschluss gelingt ihr nicht. Zwischenzeitlich ist sie gar nur Elfte, doch für diesen Zieharmonika-Effekt hat sie im Ziel eine gute Erklärung.

„Mit dem Hardtail war es hier extrem schwierig mit den vielen Wurzeln. Ich konnte mich auch bergab kaum erholen, musste hoch und runter 100 Prozent geben. Deshalb musste ich manchmal etwas rausnehmen“, erklärte Emma Eydt. Am Ende war es der neunte Rang, der aber über ihre Erwartungen mehr als erfüllte. „Ja, auf jeden Fall“, nickte sie, „ich bin hochzufrieden.“

Fend: Laufpassage bringt aus dem Rhythmus

Leonie Fend (Bike Junior Team) benannte eine Laufeinheit als Wurzel des Übels. In der ersten Runde musste eine Fahrerin absteigen und zwang alle hinter ihr zum Laufen. „Das hat mir gar nicht gut getan, danach bin ich nicht mehr in meinen Rhythmus gekommen. Es ging mal wieder, dann wieder nicht“, so Fend, die das Rennen auf Rang 21 (+9:58) beendete, nachdem sie in der Schlussrunde noch mal vier Plätze gut gemacht hatte.

Aber der dritten Runde stellten sich auch wieder Rückenprobleme ein, die sie zuletzt bewältigt glaubte. Dadurch sei auch die Atmung beeinflusst worden.

Simone Roßberg (Bike Junior Team) wurde mit einer Runde Rückstand 42. Die Bempflingerin war aus der letzten Reihe gestartet und kämpfte mit dem Gewühl, das in den hinteren Reihen entstand „Zweimal ist mir eine einfach ins Rad gefahren“, klagte Roßberg enttäuscht. Das Hauptproblem aber sei die Atmung gewesen. Das führte sie auf die Höhenlage von 1500 Metern zurück.

 

Zweikampf hinter Stigger

Was die Gold-Medaille angeht, ist die Renngeschichte schnell erzählt. Laura Stigger kommt bereits aus der ersten Abfahrt mit einem Vorsprung. Es sind die EM-Zweite Harriet Harnden und Tereza Saskova, die eine Runde lang einigermaßen den Anschluss halten können, doch dann wird das Rennen zur Solo-Show von Laura Stigger. Wie nicht anders erwartet.

Beeindruckend, welche Power die Tirolerin aus Haiming in ihren jungen Jahren schon aufs Pedal bringt.

Hinter ihr duellierten sich Saskova und Harnden bis in die Schlussrunde hinein um Silber, auch hinter ihnen klaffte eine beträchtliche Lücke. Obschon Harnden im Asphalt-Anstieg rund 20 Meter gewinnt, konnte Saskova zurückkommen und sich Silber holen.

 

 

 

 

Ergebnisse

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